Ferdinand Hodler

"Die Wahrheit", 1903 © Kunsthaus Zürich

Wien „habe ihm aus dem Dreck geholfen“, soll einst der Schweizer Maler Ferdinand Hodler gesagt haben. Hier erlebte er seinen internationalen Durchbruch und erlangte erstmals die Aufmerksamkeit, die er sich wünschte. 

Seit seinem durschlagenden Erfolg bei der Secessionsausstellung 1904 präsentiert das Leopold Museum nun die umfangreichste Retrospektive Ferdinand Hodlers (1853–1918). Als Exponent von Symbolismus und Jugendstil, als Wegbereiter des Expressionismus und als Erneuerer der Monumentalmalerei, war Hodler wichtiger Impulsgeber für Künstler der Wiener Moderne wie Gustav Klimt und Koloman Moser, Oskar Kokoschka und Egon Schiele.

Selbstbildnis, © Bettina Jacot-Descombes

Die umfangreiche Schau zeigt drei große Themen Hodlers: Landschaften, Porträts mit Fokus auf Frauendarstellungen, Selbstbildnisse und die berührenden Werke, welche das Sterben von Hodlers Geliebter Valentine Godé-Darel zeigen.

Besonders schön präsentiert werden in der großzügig angelegten Ausstellung einige seiner bedeutendensten symbolistischen Figurenkompositionen, wie etwa "Die Empfindung" oder "Blick in die Unendlichkeit".

Blick in die Unendlichkeit,1913-1916 © SIK-ISEA, Zürich

Genfer See mit Mont Blanc am frühen Morgen, 1917 © Bettina Jacot-Descombes

Thematisch passend werden auch andere, mit Hodler im Kontext stehende Künstler, gezeigt: Cuno Amiet, Josef Hoffmann, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Koloman Moser, Emil Orlik, Egon Schiele und einige mehr.

Emil Orlik: Ferdinand Hodler, © privat

Gestaltung und Konzept von Kurartor Hans-Peter Wipplinger und Susanne Längle sind gelungen. Dem Betrachter wird ein Eintauchen in die Welt des Ferdinand Hodler (und einiger seiner Zeitgenossen) ermöglicht, wie wohl selten zuvor. Empfehlung!


FERDINAND HODLER
Wahlverwandtschaften von Klimt bis Schiele

Leopold Museum
MQ
Museumsplatz 1
1070 Wien


Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstag 10:00 bis 21:00h, Dienstag geschlossen.

www.leopoldmuseum.org 

Madame Wien