RESANITA – Das Haus als Wirt

© Resanita/Bildrecht 2018

Das Künstlerinnenduo RESANITA, bestehend aus Anita Fuchs und Resa Pernthaller, beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Themen wie Klimawandel, Terror, Migration, Geschichte, globale Ökonomie und Politik. Als Rohstoff und Werkzeug für ihre Projekte dient ihnen die Natur.


Für das Projekt "Das Haus als Wirt", das die beiden Künstlerinnen eigens für das KUNSTHAUS WIEN konzipierten, untersuchten die beiden  über mehrere Monate hinweg die Flora des Museumsgebäudes. Hundertwasser hatte vor 26 Jahren Pflanzen als integralen Bestandteil der Innenräume, an der Fassade, auf dem Dach und im Garten angesiedelt. Das KUNSTHAUS WIEN wurde damit zum Aufenthaltsort und Wirt, der Schutz und die Möglichkeit der Verbreitung für eine Vielzahl an Pflanzenarten bietet.

In ihrer künstlerischen Herangehensweise bedient sich RESANITA wissenschaftlicher Erkenntnismodi. Dabei spielt die Dokumentation mittels Fotografie eine zentrale Rolle. Mehr als 260 verschiedene Pflanzenarten konnten ausgemacht werden. Die Ergebnisse dieses künstlerischen Forschungsprojekts werden als Installation mit Fotografien und Herbarien präsentiert.

Resa Pernthaller und Anita Fuchs betreiben künstlerische Forschung, sie verstehen sich als Forscherinnen und Künstlerinnen. Viele ihrer Projekte bauen auf Synthese von Wissen auf. Für das Ausstellungsprojekt "Das Haus als Wirt" dokumentierten "Resanita" mehr als 260 verschiedene Pflanzenarten und konnten sie in Zusammenarbeit mit BotanikerInnen der Universität für Bodenkultur Wien, der Universität Wien und dem Naturhistorischen Museum bestimmen

Fuchs und Pernthaller erforschten dabei auch schwer zugängliche Bereiche auf den Dächern des Hauses und die dort angesiedelte Wildnis. Auf Bildschirmen zeigen sie die umfangreiche und vielfältige fotografische Ausbeute ihrer Untersuchung. Der fotografische Anspruch ist dabei weniger formal-ästhetisch, eher ist er der Vollständigkeit verpflichtet. Die enzyklopädischen Bilder faszinieren durch ihre satte grüne Farbigkeit, die Formen der Pflanzen- und Blattstrukturen und durch den Blick auf das sonst nicht Zugängliche und daher meist nicht Sichtbare.

Am Dach des Kunsthaus Wien, © Resanita/BIldrecht 2018

Nini Tschavoll
Nini fotografiert, schreibt und bloggt digital.
Mag aber auch analog noch immer.

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