WELL, let´s rock!

Suzi Canji von Well beim CD Release im Chelsea

WELL, das sind Suzi Canji (voc/bass), geboren 1974 in Wien, Psychologin, Alex Grabenhofer-Eggerth (guit), geboren 1971 in Wien, Psychologe, Christoph Fehringer (guit), geboren 1965 in Wien, Kulturtechniker und Tibor Tarcsay (drums), geboren 1972 in Krems (NÖ), Architekt.


Die Wiener Band WELL spielt in dieser Formation seit 2006 und hat seit ihrem Bestehen zwei CDs auf den Weg gebracht. Nach der ersten Veröffentlichung von „done“ 2013 haben die Musiker, die untertags alle ihren Brotberufen nachgehen, kürzlich das Album „Rearrange“ veröffentlicht. „Analog-Purist“ Thomas Pronai, der auch Bands wie Garish, Ja,Panik oder Ernst Molden produziert, hat beim Mischen geschmacksicher das Beste aus den 14 Songs herausgeholt und ihnen den letzten Schliff verpasst. Entstanden ist ein rundes Gesamtkunstwerk im Indie-Stil.

Auf gemeinsame Vorbilder können sich die vier Musiker nicht so einfach einigen, die Frage nach den frühen Influenzern endet in wildem Durcheinander. Es fallen Namen wie Pixies, Breeders, Nirvana. H.P. Zinker, Neil Young, Prince, Beethoven, Puccini. Letzterer rührt einen der Gitarristen in der Oper gar regelmäßig zu Tränen.

In regelmäßigen Zeitabständen bespielt WELL Konzert-Locations wie Chelsea, B72, Carina, Fledermaus oder das Donauinselfest und ist eine fixe Größe in der Wiener Musikszene. Gut vernetzt sind die einzelnen Mitglieder nicht zuletzt auch durch ihre früheren Bands, wie Echophonic, Razorblade oder Soda, mit denen auch mal ordentlich gerockt wurde in früheren Anarcho-Locations wie dem EKH oder dem Flex.

An welches Konzert erinnert ihr euch besonders gerne? An den Gig im Café Carina. Da war eine Wahnsinnsstimmung, die sich für uns völlig unerwartet entwickelt hat. Das Publikum wurde immer größer und ging total mit, wir hatten echt viel Spass, auch nach dem Konzert wurde noch ordentlich gefeiert. Natürlich ist es auch gut, am Donauinselfest zu spielen, das haben wir auch schon gemacht. Aber wir fühlen uns wohler, wenn wir auf kleineren Bühnen spielen, die mehr Publikumsnähe ermöglichen.

Habt ihr einen gemeinsamen Lieblingsfilm? Ja! „It Might Get Loud“, eine “Rockumentary, ein Dokufilm, in dem The Edge von U2, Jimmy Page von Led Zeppelin und Jack White von den White Stripes zusammen gebracht werden, über E-Gitarrensound fachsimpeln, über ihre musikalischen Wurzeln nachdenken und gemeinsam spielen. Großartig!

Habt ihr ein gemeinsames Lieblingslokal? Das Liman, es liegt vis a vis von unserem Proberaum, wir sind mindestens einmal die Woche dort. Wir finden, es ist das beste türkische Lokal der Stadt. Die Dürüm dort sind klasse und Suzi liebt den türkischen Milchreis (Sütlac). Und wir gehen gerne ins Gasthaus Quell  in der Reindorfgasse.

Nach was schmeckt Wien? vier Geschmäcker, vier Meinungen: nach weißem Spritzer, Zwiebelrostbraten, Gulasch und nach der berühmten „Eitrigen mit an 16er Blech“.

Welche Konzertlocation würdet ihr gerne bespielen, hattet aber noch keine Gelegenheit dazu? Vielleicht die Arena , aber am liebsten ist uns das Chelsea und dort haben wir ja schon öfter gespielt.

Welche Vereine unterstützt ihr? Ute Bock, das Neunerhaus  und die Haarspender, dort wird Suzi demnächst ihren langen Zopf für Echthaarperücken für krebskranke Kinder spenden.

Wo klingt Wien am schönsten? In den Parks, das Vogelgezwitscher! Das Stimmengewirr am Wiener Flohmarkt. Kinderlachen im Museumsquartier. In der Künstlerhaus-Passage, wo sich beim Durchgehen verschieden Geräusche überschneiden. Manchmal klingt auch das Gurren der Tauben nett. Oder das im Wind quietschende Schild vom Gasthaus Quell. Obwohl, darauf könnte man eigentlich verzichten!


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© Rafaela Pröll

"Rearrange" directed by Rafaela Pröll

Nini Tschavoll
Nini fotografiert, schreibt und bloggt digital.
Mag aber auch analog noch immer.

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