Zu guter Letzt

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Wer möchte nicht, dass die Nachwelt einst schöne und nette Worte verliert über einen? Die in die Jahre gekommen Geschäftsfrau Harriet (Shirley MacLaine) ist eine stadtbekannte „Grantscherbn“, auf einen schönen Nachruf kann sie nicht hoffen. Die alte Dame mit Kontrollzwang will daher selbst vorsorgen und beauftragt die junge Journalistin Anne (Amanda Seyfried) mit dem Entwurf einer besonders schönen Todesanzeige. Als Anne sich im Bekannten- und Familienkreis ihrer Auftraggeberin umhört, schwant ihr bald, dass der Job schwieriger wird, als angenommen.

Die rüstige Harriet definiert, dass in einen guten Nachruf eine liebende Familie, Wohltätigkeiten, ein gutes geschäftliches Umfeld und ein interessantes Hobby gepackt gehören. Anne müht sich nun redlich ab, Positives über die noch sehr lebendige Auftraggeberin zu erfahren.

Anfänglich scheint es unmöglich, für die Protagonistin auch nur ansatzweise Sympathie zu entwickeln. Mit der Anordnung "ihr ein bedürftiges Kind zu beschaffen" schießt sie sich vorerst ganz in die Ekel-Ecke. Umso erstaunlicher entwickelt sich im Lauf der Handlung die harte alte Dame zu einer tiefsinnigen und fröhlichen Figur. Das Sorgenkind Brenda (die kleine Ann Jewel Lee Dixon ist die Entdeckung des Films) holt das Beste aus der 82-jährigen heraus. Die wunderbare Shirley McLane in einer Rolle, dir ihr auf den Leib geschneidert wurde.

Zu guter Letzt
Komödie , USA 2017, 103 Minuten
Constantin Film

 

 

 

 

Madame Wien
Nini Tschavoll
Nini fotografiert, schreibt und bloggt digital.
Mag aber auch analog noch immer.

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