Wildes Wien

Dass Wien wild ist, weiß man vor allem in den Bundesländern. Betrachtet man die Stadt aus der bodennahen Perspektive, erhärtet sich vielerorts der Eindruck. Fast 50 Prozent der Stadt sind Grünfläche, es gibt unzählige Parks, Wiesen, Weingärten und Wälder.

Auf den vielen Wanderwegen in und um Wien stolpert man förmlich über eßbare Wildpflanzen, sofern man sie erkennt.
Gesammelt wird, wo es wächst: Möglichst naturbelassen und fernab von Hundekot. Auf der  Gstett´n oder sogar auf weitläufigen Friedhöfen, gibt Autorin Alexandra Maria Rath nur einige ihre Fundorte preis.

Nicht gesammelt werden Pflanze, die unter Naturschutz stehen. Oder in Schutzgebieten wie dem Lainzer Tiergarten, schon gar nicht im Natuionalpark oder direkt neben der Tangente. Auch empfiehlt die Autorin, nur zu sammeln, was einwandfrei erkannt wird, schließlich gibt es auch giftige Pflanzen in der Stadt.

Also doch alles recht wild, möchte man meinen. Wer unsicher ist, nimmt am besten Menschen mit, die sich auskennen oder schließt sich  solchen an für die ersten Kräuterwanderungen. Was es dann nach Hause in die Küche schafft, ist meist gesund und grün und gut.

Alexander Maria Rath zaubert damit Gerichte wie Girsch-Tabouleh, Brennessel-Tarte oder Löwenzahn-Obers-Torte. Die übersichtlichen Rezepte samt sehr schönen Fotos von Eisenhut & Meyer regen zum Nachkochen an. Der Frühling kann kommen, und er soll es ordentlich sprießen lassen!


WILDES WIEN
Gegessen wird, was in der Stadt wächst
von Alexandra Maria Rath
Gmeiner Verlag

240Seiten
27 Euro

 

© Beitragsbild: Philipp Knoll

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