Vom Es zurück zum Ich

Lassen Sie sich von dem Blumenkränzchen auf dem Cover nicht täuschen... Menerva Hammad schreibt ganz unverblümt: über Mutterschaft in allen Facetten (nicht nur den schönen, instagramablen), Rassismus, Depression, Selbstliebe, weibliche Sexualität, praktizierten Glauben, Bad-Hijab-Days, Gewalt unter der Geburt und andere lebensbestimmende Themen der gesellschaftlichen Teilmengen Frau, Mutter, Woman of Colour, Austr-Ägypterin, Expat und so fort.

Sie schreibt von dem Punkt aus, an dem Intersektionalität zu Hause ist. Aber sie beschränkt sich nicht darauf, nur ihre eigenen Erfahrungen zu predigen. Aus Gesprächen mit Frauen aus aller Welt in unterschiedlichen Kulturkreisen destilliert sie Erkenntnisse. Die grundlegende Botschaft, die MadameWien zu hören meint, lautet: Solidarität unter Frauen ist das wichtigste. Dazu muss man nicht in jeder Haut selbst stecken. Aber es lohnt sich immer, in verschiedene Realitäten einzutauchen.

Es ist ein Buch für Mütter, solche die es werden wollen und solche die darauf dankend verzichten können. Mit unerschütterlichem Humor, mit Poesie und Wortgewalt geschrieben, garniert mit ein paar Life Lessons. Es nie zu spät, den Fokus von dem Kind (es) wieder zurück zur Frau (ich) zu lenken. Oder auch von ihm oder ihr zurück auf mich.


Vom Muttertier zum Wunderweib
von Menerva Hammad
Braumüller Verlag
2021
288 Seiten
22 Euro


Beitragsbild: © Hiba Khelifi

Astrid Kuffner
Astrid ist Wienerin, Working Mum, Wählerin, wählerisch, mag Menschen, Worte und Wale.
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