The Shape of Water

Sally Hawkins als Elisa © Twentieth Century Fox

„The Shape of Water - Das Flüstern des Wassers“
Drama/Fantasy 2018


Eine schlafende Frau, schwebende Möbel, die Kamera fährt elegisch durch eine große, alte Wohnung, die komplett unter Wasser steht. Irgend wann klingelt der Wecker der Frau. Sie steht auf und beginnt ihren Tag wie jeden anderen mit einem Bad in der Wanne inklusive Selbstbefriedigung, bevor sie ihrem ebenfalls alleine lebenden Nachbarn (Richard Jenkins) einen kurzen Besuch abstattet und ihn mit Sandwiches versorgt.

Bereits in der ersten Szene tut sich auf, was der mexikanische Regisseur Guillermo del Torro beabsichtig: er will ein Märchen für Erwachsenen erzählen. Eines, das in einem denkbar kalten und unwirtlichen Rahmen in den USA der 1969er Jahre spielt. Ein Märchen für unruhige Zeiten, wie er es selbst beschreibt.

In „The Shape of Water - Das Flüstern des Wassers“ lernt die von Geburt an stumme Elisa (Sally Hawkins) bei ihrer Arbeit in einer amerikanischen Forschungsstätte ein seltsames Wesen kennen.

Als Mitglied einer Putzkolonne hat sie Zugang zu einem Hochsicherheitsraum, in dem an einem aus dem Amazonas entführten Amphibienmann Tests durchgeführt werden.

Zwischen ihr und dem erst beängstigenden Wesen entwickelt sich eine Beziehung, immer öfter besucht sie es in seinem kalten Verlies. Als sie entdeckt, dass ein sadistischer Beamter den angeketteten Amphibienmann quält, beschließt sie, ihn zu befreien.

In ein bestimmtes Genre einordnen lässt sich del Torros jüngster Film nur schwer. Er referenziert an alte Spionagethriller und Monsterfilme der 1950er mit einem Hauch von Musical.

Die einfache Geschichte entfaltet sich durch die großartige Leistung der Schauspieler (sehr gut auch Michael Shannon als der skrupellose Wissenschaftler Strickland) zu einer fantastischen Reise. Es geht um Liebe, Toleranz, Mitgefühl, Zivilcourage und um den Mut zum Widerstand.

Der bildgewaltige und wunderschön märchenhafte Film wurde im Herbst 2017 beim Filmfestival in Venedig gezeigt und gewann den Goldenen Löwen für die beste Regie und die beste Filmmusik.

Ab 16.2. in den österreichischen Kinos!

Nini Tschavoll
Nini fotografiert, schreibt und bloggt digital.
Mag aber auch analog noch immer.

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