Das Nischenviech

Ernst Molden ist nicht nur Musiker, sondern auch ein Kenner der Wiener Wildnis. Als Kind wollte er gerne Zoologe werden. Weil er innehalten kann und gerne im grünen Büro arbeitet, beobachtet er in den Biotopen der Stadt allerhand.

Und der Tierfreund kann es auch trefflich beschreiben: kenntnisreich, selbstironisch und parteiisch – immer auf der Seite der Natur stehend. Ob Gelse, oder Grizzly. Ob Heupferd, oder Fiakerpferd. Ob Silberfischchen oder Bachforelle.

Molden wirkt mit seinen Kolumnen als unaufdringlicher Naturerklärer (inklusive lateinischer Artnamen). So macht er Gusto auf mehr. Und es macht sicher nicht nur ihn glücklich, dass der Zitronenfalter kein Kandidat für die "Rote Liste" ist.

In 79 Miniaturen - gegliedert in die vier Jahreszeiten - betätigt sich Ernst Molden als Lokalreporter der Tierwelt. MadameWien hat nach der Lektüre jedenfalls große Lust ein paar Frösche zu fangen, sie zu küssen und vorsichtig wieder ins Wasser zu setzen.

Das Nachwort zu „Das Nischenviech“ aus dem Deuticke Verlag hat Carl Manzano, 1996 bis 2018 Direktor des Nationalparks Donauauen, geschrieben.


Das Nischenviech.
Die wilden Tiere meines Lebens

von Ernst Molden,
Illustrationen von Helmut Pokornig

Deuticke Verlag 2019
176 Seiten, EUR 20,60

 

Astrid Kuffner
Astrid ist Wienerin, Working Mum, Wählerin, wählerisch, mag Menschen, Worte und Wale.

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