Tiere denken

Foto von Richard_David Precht

Warum wir unserer Heimtiere verzärteln und trotzdem Fleisch essen? Der deutsche Philosoph und Bestsellerautor Richard David Precht ist diesem widersprüchlichen Verhältnis auf die Spur gegangen.

Seine persönliche Haltung bringt er bereits im ersten Satz des Buchs zum Ausdruck:

„Es gibt zwei Kategorien von Tieren. Die einen glaubt, dass es zwei Kategorien von Tieren gibt, und die andere hat darunter zu leiden“.

Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Ist unser Umgang mit Tieren richtig und moralisch vertretbar?

Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle.

Ist der Mensch nicht auch ein Tier – und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen großen Bogen von der Evolution und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag.

Dürfen wir Tiere jagen und essen, sie in Käfige sperren und für Experimente benutzen? Am Ende dieses Streifzugs steht eine aufrüttelnde Bilanz. Ein Buch, das dazu anregt, Tiere neu zu denken und unser Verhalten ihnen gegenüber zu ändern. Er geht weit zurück zu den Philosophen der Antike über die Römer und vergißt auch nicht, die Wahrnehmung von Tieren in den verschiedenen Religionen zu erläutern. Und wartet mit einer Beobachtung auf, die angesichts der Tierfabriken von heute nicht erstaunt: „Noch nie war die Kluft so groß, die das, was Menschen im Umgang mit Tieren für richtig halten, und das, was tatsächlich praktiziert wird, voneinander trennt.“

Autorenfoto: Amanda Berens


Tiere denken
Richard David Precht

Goldmann Verlag 2018, Taschenbuch

EUR 12,40

 

 

Nini Tschavoll
Nini fotografiert, schreibt und bloggt digital.
Mag aber auch analog noch immer.

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