Belastungen prüfen – Entscheidungen treffen

Soll man während einer Pandemie ein Buch empfehlen, das weitere Gifte, Gefahren und schädliche Trends in den Fokus rückt? MadameWien meint: Ja! Denn es gibt uns Befriedigung und Sicherheit, jene Bereiche zu kontrollieren, die wir überblicken können.

Den eigenen Wohnbereich, die eigene Einkaufstasche, die eigenen Gewohnheiten. An Umweltmediziner Hans-Peter Hutter kommen wir schon wegen seiner bunten Hawaiihemden (auch ein Mittel für die Psychohygiene) kaum vorbei.

Judith Langasch wurde 2020 mit dem Förderpreis Wissenschaftspublizistik ausgezeichnet. Sie fragt, er antwortet. Gemeinsam knöpfen sie sich alle anderen Umweltgefahren abgesehen vom Coronavirus vor.

Das Leben in einem Industrieland geht nämlich nicht nur mit Fortschritten einher, sondern auch mit Belastungen, die wir uns ungern bewusst machen: Plastik, Feinstaub, Pestizide, Schwermetalle, bodennahes Ozon, Abgase, Tropennächte. Das Autorenduo erteilt berufen Auskunft: informierend, mahnend, perspektivisch, aber ohne Apokalypsen-Appeal. An jedem Kapitelende gibt es eine Checkliste.

Darüber hinaus steht es uns frei, unseren politischen Vertreterinnen und Vertretern Beine zu machen für Gesetze, Regulierungen, Maßnahmen, Quoten oder Verbote.


Sind wir noch zu retten?
Plastik, Feinstaub & Co.
- was wir über Umwelteinflüsse und ihre Gesundheitsrisiken wissen sollten.
von Hans -Peter Hutter und Judith Langasch

Orac Verlag
215 Seiten
24 Euro

Nini Tschavoll
Nini schreibt, fotografiert und bloggt digital.
Mag aber auch analog noch immer.
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