Neuer Fixstern in der Stammbeisl Galaxie

Bei der Lektüre des Buches halten sich nach einem Jahr Lockdown Sehnsucht und Neugierde die Waage.

Zum einen beschreibt Barbara Kadletz das Stammbeisl „Ruin“ und das Wiener Nachtleben allgemein so, dass sich sofort Phantomschmerzen einstellen. Zum anderen entwickelt die Komposition der Erzählstränge einen ziemlichen Sog.

Der rätselhafte „19 Uhr-Mann“ Ari, getrieben, aber ohne Geldsorgen, schlaflos und auf der Suche, taucht eines Abends auf und besetzt den besten Tisch. Er bringt die gut eingespielte Galaxie des Favoritner Lokaluniversums gehörig durcheinander.

Katharina und ihre Freundin Sabina schupfen die Bar für Tageslichtscheue mit ihren ganz eigenen Regeln, Ritualen und Musik für jeden Anlass. David ist für sie sehr wichtig, existiert aber nur in Rückblenden. Max nervt in der Gegenwart gewaltig, aber man verlässt sich auch auf ihn. Die ersten Seiten sind kurz verwirrend, aber dann ist das Buch ein Genuss, der keine platten Abkürzungen nimmt.

Was sind das für Vibes in der Buchhandlung, wo neben Autorin Petra Hartlieb auch Barbara Kadletz arbeitet und Bestseller geschrieben werden ...


Im Ruin
von Barbara Kadletz

Edition atelier
219 Seiten
22 Euro


Beitragsbild: © Jorghi Poll

Astrid Kuffner
Astrid ist Wienerin, Working Mum, Wählerin, wählerisch, mag Menschen, Worte und Wale.
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