Sturm, Drang und brennende Liebe

Kaśka Bryla bringt im Residenz Verlag ihr zweites Buch „Die Eistaucher“ heraus.

Das Personal ist ähnlich schillernd, wie in ihrem Erstling „Roter Affe“, nur etwas jünger.  Iga, Jess, Ras, der schöne Sebastian und Rilke-Rainer gehen alle noch ins Gymnasium.

Und sie definieren sich als Avantgarde. Die Einzigen, die das nicht verstehen, sind die Erwachsenen: die Eltern und der Lehrkörper.

Und dann gibt es noch Saša, Franziska Fellmann, Maja und Martin. Klingt eh übersichtlich. Die Story spielt auf zwei Zeitebenen: nach dem schrecklichen, schuldhaften Ereignis und davor. Auf einem Campingplatz somewhere und in Wien. Ein sprechender Müllberg, Zeitreisen auf dem Longbord und Wesen, die ausgesaugt werden und tot umfallen treten auf.

Aber die Autorin schreibt soghaft, sodass man das alles hinnimmt und mitgeht. Kurz fragt sich das erwachsene Gehirn: ist das nicht alles ein bisschen extrem und übertrieben? Aber hej: Es ist die Welt von Teenagern. Die ist extrem. Es ist bloß schon ein bisschen länger her bei MadameWien.


Die Eistaucher
von Kaśka Bryla
Residenz Verlag 2022
315 Seiten
24 Euro


Beitragsbild: © Carolin Krahl

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